Wir betreuen bis zu 11 Kleinkinder pro Gruppe im Alter von 1-3 Jahren in unseren drei Krabbelstuben.
Diese werden von einer Waldorferzieherin, einer Zweitkraft und einer Praktikantin betreut. Diese Arbeit liegt uns besonders am Herzen, denn liebevolle Kleinkindbetreuung zwischen 1 und 3 Jahren in kleinen Gruppen auf Grundlage der Waldorfpädagogik, sowie den Erkenntnissen Emmi Pikler´s ist rar in Berlin.

In den beiden Kindergartengruppen nehmen wir Kinder im Alter von 3 Jahren bis zum Schuleintritt auf. Hier werden bis zu 20 Kinder von einer Waldorferzieherin sowie einer Zweitkraft und einer Praktikantin betreut. Wir betreuen im Durchschnitt 72 Kinder in unserer Einrichtung. Die Öffnungszeiten sind von 8.00 Uhr bis 16.00 Uhr in den Kleinkindgruppen, sowie von 7.30 Uhr bis 16.30 Uhr in den Kindergartengruppen.

Jedes Kind soll die von ihm individuell benötigte Zeit und den Raum bekommen, um die wesentlichen Entwicklungsschritte des Gehlenlernens, des Sprechenlernens und des Denkenlernens selbstständig vollziehen zu können. Auch das Sauberwerden hat seine eigene Zeit und wird nicht forciert. Die rhythmische Gestaltung des Tageslaufes in den beiden Kleinkindgruppen, der einfacher strukturiert ist als in der Kindergartengruppe, wird vor allem durch
kleine Reime, Schoß und Fingerspiele begleitet

 

Das Kind als ein soziales Wesen

Das kleine Kind erlebt sich als Mittelpunkt der Welt und muss die sozialen Fähigkeiten erst üben. Dabei fordern verwandelbare Materialien zu immer neuen Rollenspielen auf. Eindrücke und Konflikte können so verarbeitet werden. Uns ist es wichtig, schon in der Kleinkindgruppe mit dem gemeinsamen Gestalten von Festen zu beginnen. Dies schafft bereits vor dem Kindergartenalter Grundlagen zur Gemeinschaftsbildung auch unter den Eltern.

Bewegung und Spiel

Die Forschung ist sich seit langem über die Bedeutung der ersten Lebensjahre einig: Alles, was in der frühen Kindheit durch körperliche und seelische
Aktivität geschieht, beeinflusst die Gesamtentwicklung und die Gehirnbildung des kleinen Menschen. Daher räumen wir Bewegung und Spiel einen großen Stellenwert ein.

«Bewegen bedeutet, sich als Selbst zu spüren, um mit allen Sinnen voller Lebensfreunde das Dasein zu bejahen.»

                                                                                                                                                                                                 

Sprach- und Denkentwicklung

Ebenso findet die Sprach- und Denkentwicklung ihre Förderung durch die wohldurchdachte und altersentsprechende Auswahl von Märchen, Erzählungen und darstellenden Reigen- und Rollenspielen sowie Fingerspiele.

Künstlerisches

Die Pflege des künstlerischen Tuns, wie gemeinsames Malen, Singen, Tanzen und Eurythmie bildet einen weiteren Schwerpunkt im Kindergarten.

Die Bedeutung von Rhythmus und Wiederholung

Da der biologische Rhythmus der Organfunktionen im Kleinkindalter noch nicht ausgeformt ist, hat das Kind einen Hunger nach gesunden Rhythmen.  Rhythmus bedeutet in diesem Zusammenhang folgendes: Es wirkt stärkend auf das Kind, wenn es sich auf einen immer wiederkehrenden Ablauf am Tag, in der Woche und im Jahr verlassen kann. Zum Beispiel weiß es genau, dass es am Montag immer Reis gibt oder dass es nach dem Fingerspiel immer ins Freispiel nach draußen geht oder zu Ostern immer der Osterhase kommt. Es entspricht auch einem ursprünglichen Bedürfnis des Kindes, immer wieder an schon vertraute Orte zurückzukehren. Diese Formen der Rhythmuspflege vermitteln dem Kind ein tiefes Gefühl von Sicherheit und Geborgenheit. Ein grundlegendes Vertrauen in die Welt und ein positives Lebensgefühl können sich so entwickeln. Auf diese Weise wirkt das bewusste Pflegen von Rhythmen der zerstreuenden Sucht nach immer neuen Eindrücken entgegen. Zur Rhythmuspflege gehören z.B. auch das rhythmische Bewegen, wie das Schaukeln auf dem Arm der Mutter, der Schoßreiter oder die Tanzspiele sowie die Wiederholung der gleichen Lieder, Reigen oder Geschichten.